IG BAU Seniorenstammtisch debattiert Umwelt und Klimafragen

Tilo Kummer, Thüringer Umweltminister (BSW), machte deutlich, dass erneuerbare Energien: Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftkapazitäten, Netzstabilität, Bürgerenergie, Förderprogramme für lokale Bürgerenergieprojekte im Mittelpunkt stehen.
Thomas Gottweiss, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten (CDU) beschrieb u. a. die Notwendigkeit der Aufforstung mit klimaresistenten Baumarten auf allen Waldbesitzarten. Für Windkraftanlage im Wald konnte er keinen Vorteil erkennen.
Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei, machte mehrfach deutlich, dass sie als einzige demokratische Oppositionspartei alle Vorschläge der Landesregierung auf Machbarkeit prüft. Zur Senkung der Energiekosten für die Wirtschaft und die Bürger brachte er die Einführung variabler Stromtarife und die Stimulierung von Energiebeteiligungen ins Gespräch.
Dank der fundierten Diskussionsführung von Frank Lipschik, vom DGB-Bildungswerk (bwt), konnte eine ausgewogene Gesprächslinie während des Stammtisches bestätigt werden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten sich zufrieden über den offenen Ton und die Bereitschaft zu faktenbasierter Debatte. Einigkeit bestand darin, Klima- und Umweltthemen als Querschnittsthema zu behandeln, das wirtschaftliche Wachstums- und Beschäftigungsperspektiven nicht ausschließt.
Ein wichtiger Satz des Umweltministers wurde als Fazit gezogen:
„Man muss leben – was man predigt!“ Wer Umweltschutz anmahnt, sollte auch umweltbewusst handeln. Es gilt zum einen Vorbild zu sein und das, was man für richtig hält, auch tatsächlich zu praktizieren.


