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die Forstwirtschaft

Der Fachgruppenvorstand der Forstwirtschaft in Thüringen

Die Fachgruppe Forstwirtschaft hat im Oktober 2020 ihren Vorstand gewählt. Die Mitglieder findest Du hier:

12.4.2022 - Erfurt: Stürme, Dürre, Schädlinge: IG BAU Erfurt fordert mehr Forstpersonal

Forstleute am Limit: Stürme, Trockheit und Scdlinge machen nicht nur den Bäumen in der Region extrem zu schaffen, sondern führen auch zu einer Überlastung derer, die in der Forstwirtschaft arbeiten. Darauf macht die IG BAU Erfurt aufmerksam - und fordert deutlich mehr Personal für die Branche.

 

 

Kettensäge

„Vom Forstwirt bis zur Revierleiterin - die Beschäftigten haben in Thüringen alle Hände voll zu tun, um die massiven Schäden der letzten Jahre zu beseitigen. Gleichzeitig kümmern sie sich darum, die Wälder der Zukunft anzulegen, damit sie für den Klimawandel gewappnet sind“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Ralf Eckardt.

Im Wald spiele sich seit Jahren ein „regelrechtes Drama“ ab. „An den Bäumen zeigt sich schon jetzt, welche Folgen extreme Wetterereignisse und damit der Klimawandel haben“ so Eckardt. Der Gewerkschafter verweist auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Danach mussten allein 2020 rund vier Millionen Kubikmeter Schadholz aus den Thüringer Wäldern geholt werden - mehr als zehn Mal so viel wie noch fünf Jahre zuvor. Dabei entfielen 89% aller Schäden auf Nadelhölzer wie Fichten und Kiefern, die besonders anfällig für Hitze und Insektenbefall sind.

der Forst sei eine Schlüsselbranche in puncto Klimaschutz. „Nachhaltig angelegte Wälder - mit gemischten Baumarten statt Monokulturen - kompensieren Millionen Tonnen CO2. Außerdem liefern sie Holz, das als klimafreundliche Rohstoff gerade auf dem Bau immer stärker gefragt ist. Und schließlich sind die Wälder auch Erholungsorte für die Menschen“, betont Eckardt.

Doch ohne zusätzliches Personal dürfte sich die Lage in den kommenden Jahren weiter zuspitzen, warnt die IG BAU Erfurt. Die Gewerkschaft ruft die Waldbesitzer in der Region dazu auf, sich dringend um mehr Fachleute zu kümmern: „Egal ob im Privatwald, im Kommunalen Forst oder im Landesbetrieb - nur mit  deutlich mehr qualifizierten Beschäftigten wird die Mammutaufgabe Waldumbau zu schaffen sein“, macht Eckardt deutlich. Entscheidend seien hierbei faire Einkommen und gute Arbeitsbedingungen. Azubis müssten nach der Ausbildung übernommen werden. „Gerade junge Menschen gehen fürs Klima auf die Straße. Demos sind wichtig, aber es braucht Menschen, die Bäume pflanzen und Wälder pflegen“ so Eckardt weiter.

Nach Einschätzung der IG BAU sind bundesweit 11.000 Forstbeschäftigte zusätzlich nötig, um die aktuellen Aufgaben zu bewältigen. Das entspricht einer einer Erhöhung des aktuellen Personalschlüssels um einen Beschäftigten pro 1.000 Hektar Wald. Insgesamt gibt es in Deutschland 11,4, Millionen Hektar Wald.

Weitere Infos im Netz unter: https://igbau.de/WALD-KLIMA-SCHUTZ-Kampagne-unsere-Forderungen.html 

Termine und Aktivitäten 2020 der Fachgruppe

gemeinsamen Vorstandssitzungen der Fachgruppen-Forstwirtschaft Nordthüringen, Erfurt und Ostthüringen

21.02.20 um 9:00 Uhr


15.05.20 um 9:00 Uhr


05.09.2020 um 9:00 Uhr

Jeweils im Gasthaus "Schützenhof" in Mühlberg.


26.-28.06.2020
Erfahrungsaustausch mit der Fachgruppen Forst von Thüringen und Süd-West-Pfalz
im Raum Kaiserslautern
Anmeldungen über Martina Fiedler im Mitgliederbüro Erfurt (Frist bis Ende März)

19.09.2020
Der Branchenwahltag an dem auch die FG FW gewählt wird ist am 19.09.2020.
Der Erfahrungsaustausch Thüringen - Pfalz läuft seit einem Viertel Jahrhunder.
Die Broschüre über die letzten 25 Jahre findest Du hier....

 

13. Juli 2020 Erfurt Testen, nur um zu testen, macht für uns Mitarbeiter*innen wenig Sinn

„Rottenfahrzeuge jetzt!“ heißt die Forderung der IG BAU-Fachgruppen Forstwirtschaft, die sie anlässlich des Sitzungstags des Verwaltungsrats der Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) ThüringenForst am 13. Juli stellten.

Eine Delegation der Fachgruppen Forstwirtschaft forderte die Mitglieder und insbesondere den Vorsitzenden des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und
Landwirtschaft, Staatssekretär Torsten Weil, zum Gespräch auf. Die dienstlich genutzten Privatfahrzeuge sagen jedoch mehr als tausend Worte und führten zu verdutzten Gesichtern einiger Mitglieder des Verwaltungsrats.

Nicht jedem Verwaltungsratsmitglied war bis zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass die
Forstwirt*innen ihr privates Kraftfahrzeug für dienstliche Fahrten nutzen und massiv
verschleißen. Die Wegstrecken im dienstlichen Auftrag werden aufgrund von Revierzusammenlegung und weniger werdenden Personals zunehmend weiter.

Waldwege werden durch erhöhten maschinellen Einsatz und Lkw-Befahrung nicht besser. Die tarifvertragliche Kraftfahrzeugentschädigung nach Paragraf 23 Absatz 5
des TV-Forst und die Transportentschädigung nach Paragraf 23 Absatz 6 decken
seit Langem nicht mehr den Kostenaufwand für den Einsatz des Privat-Kfz. Eine
Erhöhung der Sätze stellt sich als schwer umsetzbar dar, da dieses Thema bereits
in vielen Ländern vom Tisch ist.
Zudem bringt eine Erhöhung wieder steuerliche Nachteile mit sich. Viele Landesforstverwaltungen, wie beispielsweise die der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen, Niedersachsen, Bayern und Hessen, gehen mittlerweile den weitaus klügeren und zukunftsfähigeren Weg der Gestellung der sogenannten Rottenfahrzeuge für die teilautonomen Arbeitsgruppen.

Auch bei der AöR ThüringenForst gab es den guten und richtigen Gedanken, einen
Testlauf mit gestellten Fahrzeugen durchzuführen. Diese Phase eines ersten Versuchs wurde sogar mit einer Bachelorarbeit begleitet, die ein positives Fazit daraus gezogen hat. Die testenden Waldarbeiter und Beteiligte werteten dieses Modell als positiv.
Leider führten die etwas höheren Kosten dazu, dass es die Leitung der AöR bei einem Test belassen wollte. Testen, nur um zu testen, macht für uns wenig Sinn. Dass dieses Modell auf Arbeitgeberseite als zu kostenintensiv deklariert wird, enthält eine Hintergrundinformation, die sich jeder sicherlich selbst daraus ziehen kann.
Die informelle Aktion der Fachgruppenvorstände vor der Sitzung des Verwaltungsrats war für uns somit unausweichlich. Wir stießen dort erstaunlicherweise auf vielZustimmung und Interesse einzelner Mitglieder.
Herr Staatssekretär Weil lud uns in seiner Funktion als Vorsitzender des Verwaltungsrats noch am gleichen Tag zum persönlichen Gespräch ein.

Eine weitere Delegation der Fachgruppenvorstände fand sich somit am 1. Oktober
gemeinsam mit dem Vorstand des Gesamtpersonalrats der AöR Thüringen-
Forst zum Arbeitsgespräch mit Staatssekretär Weil im Thüringer Landtag in Erfurt
ein. Ein sehr konstruktives Gespräch von knapp zwei Stunden, in dem es hauptsächlich um die Gestellung der Fahrzeuge für die Forstwirtrotten ging. Torsten Weil ist zu dem Thema sehr an einer Lösung interessiert, die jedoch immer an die Frage nach den finanziellen Mitteln geknüpft ist. Unsere Argumentation sei aus seiner Sicht sehr nachvollziehbar, und die aktuelle Situation entspricht nicht dem, wie ein Normalzustand sein sollte. Gerade für die Beschäftigten der unteren Einkommensgruppe sei dies ein unzumutbarer Zustand.

Unsere Delegation ist an diesem Tag mit einem positiven Gefühl aus dem Gespräch im Landtag gegangen. Wir sind gespannt, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Eine Verbesserung dahingehend wäre zumindest ein Punkt
der Attraktivitätssteigerung als Arbeitgeber, den sich die AöR ThüringenForst
auf die Fahnen schreiben könnte. Weitere Potenziale sehen wir bei der Gestellung
von Dienstfahrzeugen für den forstlichen Außendienst, Verbeamtung und Beförderung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, attraktivere Arbeitszeitgestaltung,
Erhöhung der Ausbildungskapazitäten in Verbindung mit der unbefristeten Übernahme aller Absolvent*innen.

Du hast es in der Hand. Mach mit und bring Dich ein! Die Organisationswahlen
2020/2021 geben Dir die Möglichkeit für eine positive Veränderung. Weitere Informationen gibt es im IG BAU-Mitgliederbüro oder dem zuständigen Gewerkschaftssekretär Simon Horstmann.

Die gesamte Delegation auf der Eingangstreppe
zum Umweltministerium

Gesprächsminute mit Staatssekretär Torsten Weil

Simon Horstmann,
E-Mail: [Bitte aktivieren Sie Javascript], Mobil 01713080706

Einer von uns: Kollege Sebastian Seidel im "Grundstein" 1/20

Termine und Aktivitäten 2019 der Fachgruppe

gemeinsamen Vorstandssitzungen der Fachgruppen-Forstwirtschaft Nordthüringen, Erfurt und Ostthüringen

15.02.19 um 9:00 Uhr
in der „Waldgaststätte Hopfengrund“; Am Hopfengrund 1 in 99310 Arnstadt

17.05.19 um 9:00 Uhr
(Ort noch unklar)

·
30.08.19 um 9:00 Uhr
(Ort noch unklar)

28.11.19 um 9:00 Uhr
(Ort noch unklar)

14.-16.06.19
Erfahrungsaustausch mit den KollegInnen aus der Pfalz
im „Waldhotel Ehrental“ in Schmalkalden
Ø Anmeldungen über Martina Fiedler im Mitgliederbüro Erfurt (Frist bis Ende März)
Der Erfahrungsaustausch Thüringen - Pfalz läuft seit einem Viertel Jahrhunder.
Die Broschüre über die letzten 25 Jahre findest Du hier....

Tarifrunde 2019 beendet

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. Das Ergebnis zum nachlesen:
Hier ist das Ergebnis nachzulesen

Warnstreik im Öffentlichen Dienst in Jena am 25.2.2019

Forstleute aus Thüringen beteiligen sich am Warnstreik in Jena
Fotos und Vidio von Frieder und Achim

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26. Erfahrungsaustausch in Ramberg

21. bis 23. September 2018

Ca. 1 Jahr nach dem letzten Treffen hat sich vieles verändert, u.a. die Holzvermarktung.
Die Kollegen diskutierten die wirtschaftlichen, finanziellen und personellen Entwicklungen in der Forstwirtschaft der beiden Bundesländer.
Schwerpunkte waren dabei u .a.
  1. die unbefriedigende Situation hinsichtlich der Einstellungen und Ausbildung von Lehrlingen in Thüringen
  2. die Entwicklung der Ausbildungsvoraussetzungen und der Ausbildungsinhalten, die eine hohe Qualität der Ausbildung sichern,
  3. Die hohen Anstrengungen um die Abwerbung von Waldarbeitern und Forstwirtschaftsmeistern durch den BDF zu verhindern
  4. die Sicherung von Beschäftigungsmöglichkeiten für „ Geschädigte"
An dem Erfahrungsaustausch nahmen 17 Kollegen (Forstwirte, Forstwirtschaftsmeister und ehemalige Forstbedienstete) der Staatsforstbetriebe Thüringens und Rheinland-Pfalz, vor allen der BZV Erfurt und Südwest-Pfalz teil.
Es blieb auch Zeit für Geselligkeit und für ein "Damenprogramm" für die mitgereisten "Nichtforstler"

IG BAUmwelt erleben Bergern 21.4.2018

Tarifbewegung im öffentlichen Dienst 2017

...und - der Einsatz hat sich gelohnt - Tariferhöhung ist abgeschlossen

Gesamt-Jugend- und Auszubildenen Vertretung

Forstlicher Erfahrungsaustausch 2015 in Oberhof

Erfahrungsaustausch

Biathlonzentrum

Skihalle

Vom 10. – 12.07.2015 fand der nunmehr 23. Erfahrungsaustausch der Fachgruppen Forstwirtschaft der Bezirksverbände Thüringens und Süd-West-Pfalz in Oberhof statt.
Während die Mitglieder der Fachgruppen sehr intensiv forst- und tarifpolitische Themen diskutierten, besichtigten die mitgereisten Partner den Rennsteiggarten.
Beim Forst-Erfahrungsaustausch ging es vor allem um die Auswertung der mit kräftigen Warnstreiks erreichten Ergebnisse in der Tarifrunde 2015, aber auch um die noch offenen Themen bei der endgültigen Angleichung der Tarifgebiete Ost-West. Zudem wurden die Probleme der kritischen personellen Situation in den Landesforsten (Überalterung), die Übernahme von Azubis und die zunehmende Arbeitsbelastung der Forst-Beschäftigten eingehend diskutiert. Einig waren sich alle Teilnehmer im Hinblick auf die durch die IG BAU mit Unterstützung der Personalräte erreichten guten Tarifergebnisse, aber auch mit Blick auf die immer schwieriger werdenden Tarifverhandlungen dringend notwendige gewerkschaftliche Durchsetzungsstärke.
Der Wegfall des § 18 des TV-Forst (Leistungsentgelt) ab 2016 und die als Ausgleich vereinbarte Erhöhung und schrittweise Ost-West-Angleichung der Jahressonderzahlung in den nächsten Jahren wurden neben der Entgeltsteigerung als wichtigstes Ergebnis der Tarifrunde TV-Forst bewertet. Der Kampf der Warnstreikteilnehmer hat sich gelohnt!

Warnstreik im öffentlichen Dienst - Erfolg auch für die Beschäftigten im Forst

2. Warnstreik der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder am 24.03.2015 in Leipzig

Nach drei erfolglosen Tarifrunden ohne Angebot der Arbeitgeber machen die Beschäftigten mehr Druck für Entgelterhöhungen und unveränderten Erhalt der betrieblichen Zusatzrente (VBL).
In Leipzig streikten über 20 000 Beschäftigte der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen für ihre berechtigten Forderungen. Dem Aufruf der ÖD-Gewerkschaften, darunter die IG BAU, folgten auch viele Beschäftigte der Landesforsten. Der Protest der Forstbeschäftigten über die bisherige Blockadehaltung der Arbeitgeber war durch lautstarke laufende Motorsägen nicht zu überhören. Am 28.03.2015 wird in Potsdam weiter verhandelt, die Beschäftigten und die Motorsägen stehen wieder bereit für weitere Aktionen!!!

Traditioneller Erfahrungsaustausch der Forstfachgruppen Pfalz – Thüringen

Am Samstag, den 08.06.2013, wurde in Neuhaus im Rahmen des über 20 Jahre bewährten Forsttreffens beider Länder der Erfahrungsaustausch der Forstfachleute zu aktuellen Forsthemen durchgeführt. In der Diskussionsrunde, die von einer sehr umfangreichen Themenvielfalt geprägt war, nahmen Kollegen der Forstfachgruppen der Bezirksverbände Süd-West-Pfalz, Erfurt und Ostthüringen teil.
Folgende Themen standen bei der Diskussion im Vordergrund:
• Entwicklung der forstwirtschaftlichen Strukturen und Erfahrungen
• Probleme bei der Nachhaltigkeit im Personalbereich
• Tarifpolitik im Forstbereich – welche offenen Baustellen?
• Zertifizierung und deren effektive Kontrolle
• Öffentlichkeitsarbeit –wie kann sie besser werden?
Besondere gewerkschaftliche Erfolge sind erreicht worden durch den engagierten Einsatz der IG BAU-Mitglieder in den Fachgruppenvorständen und den Personalratsgremien:
So wurde in Rheinland Pfalz durch die intensiven Bemühungen der IG BAU erreicht, dass von der Politik ein Einstellungskorridor beim Forstpersonal erreicht werden konnte.
In Thüringen wurden durch viele Aktionen und intensive politische Einmischung erreicht, dass bei der Errichtung der Anstalt öffentlichen Rechts „ThüringenForst“ die sozialen Belange der Beschäftigten für die Zukunft gesichert wurden.
Einhellig war bei allen Teilnehmern die Meinung, dass ohne die IG BAU als Forstgewerkschaft mit ihren Mitgliedern viele Erfolge in der Tarif- und Forstpolitik nicht erreicht worden wären. In diesem Sinne wird es auf dem nächsten Erfahrungsaustausch 2014 sicher wieder interessante Themen zu besprechen geben.

Der Vorstand der Bezirksfachgruppe Forst des BzV Erfurt